Freitag, 21. Dezember 2012

Basteleien aus Nüssen: Nuss-Eichhörnchen, Walnuss-Teddy und Walnusshälften-Dioramen, Nuss-Weihnachtsbaumanhänger

Drei Haselnüsse für die kleine Schwester.... 

und Walnüsse und ein paar kleine Dinge und man kann wunderbare Weihnachtsbaumanhänger basteln!


Eichies

Für das kleine Eichhörnchen brauchst Du Pfeifenputzer, Lackstifte in weiß und schwarz (Eding) und Sekundenkleber. Klebe alles zusammen wie abgebildet und biege den Schwanz so, dass er gleichzeitig als Aufhängung dient ;)


Walnuss-Diorama

Hierfür benötigt ihr Walnusshälften und allerlei kleine Figürchen (Modellbau-Eisenbahn-Zubehör).


Walnuss-Teddies

Diese kleinen Kerle sind einfach aus Walnüssen und Erdnüssen zusammngesetzt. Klebt die Nüsse/Nussteile am besten mir Heißkleber an! Eine schicke Bastschleife setzt dem Teddy am Ende das I-Tüpfelchen auf.
 


Kleiner Haselnuss-Weihnachtswichel

Die kleinen Weihnachtswichtel begleiten mich schon seit meiner Kindheit alljährlich zur Weihnachtszeit. Ich habe mich immer sehr gefreut, wenn sie aus dem Weihnachtskarton erwachen durften und an die Zweige gehangen wurden... Gebraucht werden zwei Haselnüsse und ein Reststück Filz.







Sonntag, 16. Dezember 2012

Knusper knusper Knäuschen...

Lebkuchenhäuschen


Na was sagt ihr dazu...
Wenn die Nähmaschine zu heiß geworden ist
und mal wieder streikt,
dann werkel ich in der Küche ein bisschen...

Geocaching: 2.Advent: Ein weiterer Weinachtsbriefkasten

 Weihnachtsbriefkasten im Wald

Habt ihr Euch schon immer gefragt,

wo Ihr Eure Wunschzettel am besten absendet?

Hier ist die Antwort:


Das Fraeulein Unwirsch hat den Briefkasten schnell entdeckt...


so kommen auch diese Jahr wieder alle unsere Wünsche rechtzeitig beim Weihnachtsmann an!


Nur Fraeulein Unwirsch weiß bisher was sich die kleine Schwester vom Weihnachtsmann wünscht:

weiße Weihnachen und eine neue Nähmaschine ;)


Für alle, sie sich fragen, warum da mitten im Wald dieser Briefkasten versteckt liegt:
Die kleine Schwester versteckt für ab und zu besonders originelle Schätze,
sogenannte Geocaches (googlet mal danach, wenn ihr das noch nicht kennt).
Wenn ihr aus Hessen kommt oder da unterwegs seit,
schaut doch mal vorbei!
Die Koordinaten findet ihr hier!

Donnerstag, 13. Dezember 2012

Kirschkernkissen: Giraffe


 Kirschkernkissengiraffe

Ob warm bei Bauchweh,

oder wohltuend kühlend

oder einfach nur zum Spielen...


Diese Giraffe hats in sich,
denn sie ist gefüllt mit Trauben- und Kirschkernen,
die Wärme und Kälte optimal speichern!

Ihr braucht auch dringend eine? Schau mal hier!

Mittwoch, 12. Dezember 2012

3HfA Drei Haselnüsse für Aschenbrödel: Kapuze/Tasche/Brosche

Lala la laaaaa, la la laa la laaa,

laaa lala la laa, la laa la....

Ja so klingt sie, die Melodie aus meinem Lieblingsmärchen!

Was wäre Weihnachten ohne "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel"?
 Three wishes for Cinderella
Tri oríšky pro Popelku



 Und weil das Wintermärchen so schön ist,
hab ich diese tolle Kapuze im Aschenbrödelstil designt
und ein bisschen moderner angepasst :)


Der Clou: man kann die Kapuze wenden, wenns einem gar zu rosa ist...




Und als echter Aschenbrödelfan braucht man natürlich auch eine Tasche:

Jedes kleinste Detail sollte dabei stimmen....
so dürfen die drei Haelnüsse keinesfalls fehlen!
Die Täubchen finden sich in der Borte und als kleiner Anhänger unter der Brosche wieder.
Auch eine Eule baumelt an der Brosche.

Zudem ist die Eule Rosalie am unteren Taschenrand zu sehen, 
im hübschen Perlmuttknopffederkleid. 



Tutorial: genähte Nikoläuse und Weihnachtsmänner

 Anleitung für Stoffweihnachtsmänner:

Sooooo viele Weihnachtsmänner und Nikoläuse ...



hat die kleine Schwester im vorletzten Jahr genäht,
mit der Unterstützung der zwei Weihnachtswichtel.



Die kleinen Kerle sind ganz einfach nachzunähen!

Da es schon zwei Jahre her ist, dass ich sie genäht habe, habe ich leider keine Anleitungsfotos.
Ich hoffe folgende Anleitung ist totzdem verständlich :)

Druckt Euch das Schnittmuster zweimal aus. 
Schneidet dann einmal das große Dreieck komplett aus 
und im Anschluss zerschneidet ihr das zweite große Dreieck,
in die entsprechend vorgegebenen Teile.

Dann braucht ihr noch für den Boden einen, den ihr mit dem Zirkel zeichnet.
Entsprechend der Länge Eures Dreiecks könnt ihr, wie unten angegeben,
den Radius eures Kreises ermitteln.

Alle Teile werden auf Stoff (gut eignen sich hier Stoffreste) aufgelegt und mit Nahtzugabe ausgeschnitten.
Näht zuerst alle kleinen Teile zusammen für die Vorderseite Eures Weihnachtsmanns.
Dann näht Ihr das gestückelte Dreieck auf das ganze Dreieck rechts auf rechts 
an den langen Seiten zusammen.
Der Stoffkreis wird nun in die untere Öffnung der Dreiecke eingenäht.
(Die Wendeöffnung nicht vergessen.)
Schließlich wendet ihr das gute Stück und füllt es mit Stopfwatte.
Ein kleiner Tip:
Damit Eure Männlein auch gut stehen, füllt ganz zum Schluss Reis hinein
und dann kann die Wendeöffnung geschlossen werden
und Euer Weihnachtsmann ist fertig!
 

   



Donnerstag, 6. Dezember 2012

Hans Christian Andersen: Der Tannenbaum



Heute scheint die Sonne aber es ist eisig kalt
und es ist wunderschön den Eiskristallen beim Herumwirbeln
im Sonnenlicht zuzusehen.
Allerdings ist es umso schöner,
drinnen im Warmen zu sitzen,
eingemummelt in eine dicke Wolldecke,
mit einem warmen Tee in der einen Hand
und einer schönen und alten Weihnachsgeschichte in der anderen.
Eine meiner liebsten Weihnachtsgeschichte ist die folgende:


Der Tannenbaum            
         
von Hans Christian Andersen (1805 – 1875)

Draußen im Walde stand ein niedlicher kleiner Tannenbaum. Er hatte einen guten Platz; Sonne konnte er bekommen, Luft war genug da, und rings umher wuchsen viele größere Kameraden, sowohl Tannen, als Fichten. Der kleine Tannenbaum wünschte aber so sehnlich, größer zu werden! Er achtete nicht der warmen Sonne und der frischen Luft, er kümmert sich nicht um die Bauernkinder, die da umhergingen und plauderten, wenn sie herausgekommen waren, um Erdbeeren und Himbeeren zu sammeln. Oft kamen sie mit einem ganzen Topf voll oder hatten Erdbeeren auf einen Strohhalm gereiht; dann setzten sie sich neben den kleinen Tannenbaum und sagten: „Nein! wie niedlich klein ist der!“ Das mochte der Baum nicht hören.
Im folgenden Jahre war er um ein langes Glied größer, und das Jahr darauf war er um noch eins länger; denn an den Tannenbäumen kann man immer an den vielen Gliedern, die sie haben, sehen, wie viele Jahre sie gewachsen sind. „O, wäre ich doch so ein großer Baum, wie die andern!“ seufzte das kleine Bäumchen; „dann könnte ich meine Zweige soweit umher ausbreiten und mit der Krone in die weite Welt hinausblicken! Die Vögel würden dann Nester in meinen Zweigen bauen, und wenn der Wind wehte, könnte ich so vornehm nicken, gerade wie die andern dort!“ Er hatte gar kein Freude am Sonnenschein, an den Vögeln und an den rothen Wolken, die Morgens und Abends über ihm hinsegelten.
War es dann Winter, und der Schnee lag funkelnd weiß rings umher, so kam häufig ein Hase angesprungen und setzte gerade über den kleinen Baum weg – o, das war ihm so ärgerlich! – Aber zwei Winter vergingen, und im dritten war das Bäumchen so groß, daß der Hase um dasselbe herumlaufen mußte. O, wachsen, wachsen, groß und alt werden: das ist doch das einzig Schöne in dieser Welt, dachte der Baum.
Im Herbste kamen immer Holzhauer und fällten einige der größten Bäume; das geschah jedes Jahr, und der junge Tannenbaum, der nun ganz gut gewachsen war, schauderte dabei; denn die großen, prächtigen Bäume fielen mit Knacken und Krachen zur Erde die Zweige wurden ihnen abgehauen; die Bäume sahen ganz nackt, lang und schmal aus; sie waren fast nicht mehr zu erkennen. Aber dann wurden sie auf Wagen gelegt, und Pferde zogen sie davon, aus dem Walde hinaus. Wo sollten sie hin? Was stand ihnen bevor?
Im Frühjahr, als die Schwalben und Störche kamen, fragte der Baum sie: „Wißt Ihr nicht, wohin sie geführt wurden? Seid Ihr ihnen nicht begegnet?“ Die Schwalben wußten nichts, aber der Storch sah nachdenklich aus, nickte mit dem Kopfe und sagte: „Ja, ich glaube wohl! Mir begegneten viele neue Schiffe, als ich aus Aegypten flog; auf den Schiffen waren prächtige Mastbäume; ich darf annehmen, daß sie es waren; sie hatten Tannengeruch; ich kann vielmals grüßen; die prangen, die prangen!“
O, wäre ich doch auch groß genug, um über das Meer hinfahren zu können! Wie ist das eigentlich, dieses Meer, und wie sieht es aus?“ „Ja, das zu erklären, ist zu weitläufig,“ sagte der Storch, und damit ging er fort. „Freue Dich Deiner Jugend!“ sagten die Sonnenstrahlen; „freue Dich Deines frischen Wachsthums, des jungen Lebens, das in Dir ist!“ Und der Wind küßte den Baum, und der Thau weinte Thränen über ihn; aber das verstand der Tannenbaum nicht.
Wenn es gegen die Weihnachtszeit ging, wurden ganz junge Bäume gefällt, Bäume, die oft nicht einmal so groß oder gleichen Alters mit diesem Tannenbaum waren, der weder Ruhe noch Rast hatte, sondern immer davon wollte. Diese jungen Bäume, und es waren gerade die allerschönsten, behielten immer alle ihre Zweige; sie wurden auf Wagen gelegt, und Pferde zogen sie davon, aus dem Walde hinaus.
Wohin sollen die?“ fragte der Tannenbaum. „Sie sind nicht größer, als ich, vielmehr war einer da, der war viel kleiner! Weshalb behalten sie alle ihre Zweige? Wo fahren sie hin?“„Das wissen wir! das wissen wir!“ zwitscherten die Sperlinge. „Unten in der Stadt haben wir in die Fenster gesehen! Wir wissen, wohin sie fahren! O, sie gelangen zur größten Pracht und Herrlichkeit, die man nur denken kann! Wir haben in die Fenster gesehen und haben wahrgenommen, daß sie mitten in der warmen Stube aufgepflanzt und mit den schönsten Sachen, vergoldeten Äpfeln, Honigkuchen, Spielzeug und vielen Hunderten von Lichtern geschmückt werden.“
Und dann –?“ fragte der Tannenbaum und bebte in allen Zweigen. „Und dann? Was geschieht dann?“ „Ja, mehr haben wir nicht gesehen! Das war unvergleichlich.“ — „Ob ich wohl auch bestimmt bin, diesen strahlenden Weg zu betreten?“ jubelte der Tannenbaum. „Das ist noch besser, als über das Meer zu ziehen! Wie leide ich an Sehnsucht! Wäre es doch Weihnachten! Nun bin ich groß und ausgewachsen, wie die andern, die im vorigen Jahre weggeführt wurden! — O, wäre ich erst auf dem Wagen! Wäre ich doch in der warmen Stube mit aller Pracht und Herrlichkeit! Und dann –? Ja dann kommt noch etwas Besseres, noch weit Schöneres, weshalb würden sie mich sonst so schmücken! Es muß noch etwas Größeres, noch etwas Herrlicheres kommen –! Aber was? O, ich leide! ich sehne mich! ich weiß selbst nicht, wie mir ist!“ „Freue Dich unser!“ sagten die Luft und das Sonnenlicht; „freue Dich Deiner frischen Jugend im Freien!“
Aber er freute sich durchaus nicht und wuchs und wuchs; Winter und Sommer stand er grün, dunkelgrün stand er da; die Leute, die ihn sahen, sagten: „Das ist ein schöner Baum!“ Und zur Weihnachtszeit wurde vor Allen zuerst gefällt. Die Axt hieb tief durch das Mark; der Baum fiel mit einem Seufzer zu Boden; er fühlte einen Schmerz, eine Ohnmacht; er konnte gar nicht an irgend ein Glück denken, er war betrübt, von der Heimath scheiden zu müssen, von dem Flecke, auf dem er emporgeschossen war; er wußte ja, daß er die lieben alten Kameraden, die kleinen Büsche und Blumen rings umher, nie mehr sehen würde, ja vielleicht nicht einmal die Vögel. Die Abreise war durchaus nicht angenehm.
Der Baum kam erst wieder zu sich selbst, als er, im Hofe mit anderen Bäumen abgepackt, einen Mann sagen hörte: „Dieser hier ist prächtig! Wir brauchen nur diesen!“ Nun kamen zwei Diener in vollem Putz und trugen den Tannenbaum in einen großen, schönen Saal. Rings herum an den Wänden hingen Bilder, und neben dem großen Kachelofen standen große chinesische Vasen mit Löwen auf den Deckeln; da gab es Schaukelstühle, seidene Sophas, große Tische voller Bilderbücher, und Spielzeug für hundertmal hundert Thaler – wenigstens sagten das die Kinder.
Und der Tannenbaum wurde in ein großes mit Sand gefülltes Faß gestellt; aber Niemand konnte sehen, daß es ein Faß war, denn es wurde rund herum mit grünem Zeug gehängt und stand auf einem großen bunten Teppich. O, wie der Baum bebte! Was wird nun wohl vorgehen? Sowohl die Diener, als die Fräulein schmückten ihn. An einen Zweig hängten sie kleine Netze, ausgeschnitten aus farbigem Papier; jedes Netz war mit Zuckerwerk gefüllt; vergoldete Aepfel und Wallnüsse hingen herab, als wären sie festgewachsen, und über hundert rothe, blaue und weiße Lichterchen wurden in den Zweigen festgesteckt. Puppen, die leibhaftig wie Menschen aussahen – der Baum hatte früher nie solche gesehen – schwebten im Grünen, und hoch oben auf der Spitze wurde ein Stern von Flittergold befestigt; das war prächtig, ganz außerordentlich prächtig. „Heut Abend,“ sagten Alle, „heut Abend wird es strahlen!“
O!“ dachte der Baum, „wäre es doch Abend!“ Würden nur die Lichter bald angezündet! Und was dann wohl geschieht? Ob da wohl Bäume aus dem Walde kommen, mich zu sehen? Ob die Sperlinge gegen die Fensterscheiben fliegen? Ob ich hier festwachse und Winter und Sommer geschmückt stehen werde?“ Ja, er rieth nicht übel! Aber er hatte ordentlich Borkenschmerzen vor lauter Sehnsucht, und Borkenschmerzen sind für einen Baum eben so schlimm, wie Kopfschmerzen für uns Andere. Nun wurden die Lichter angezündet. Welcher Glanz! welche Pracht!
Der Baum bebte dabei in allen Zweigen so, daß eins der Lichter das Grüne anbrannte; es sengte ordentlich. „Gott bewahre uns!“ schrieen die Fräulein und löschten es hastig aus. Nun durfte der Baum nicht einmal beben. O, das war ein Grauen! Ihm war so bange, etwas von seinem Schmuck zu verlieren; er war ganz betäubt von all dem Glanze. — Und nun gingen beide Flügelthüren auf – und eine Menge Kinder stürzten herein, als wollten sie den ganzen Baum umwerfen; die ältern Leute kamen bedächtig nach. Die Kleinen standen ganz stumm – aber nur einen Augenblick, dann jubelten sie wieder, daß es nur so schallte; sie tanzten um den Baum herum, und ein Geschenk nach dem andern wurde abgepflückt.
Was machen sie?“ dachte der Baum. „Was soll geschehen?“ Und die Lichter brannten bis dicht an die Zweige herunter, und nachdem sie niederbrannten, wurden sie ausgelöscht, und dann erhielten die Kinder die Erlaubnis, den Baum zu plündern. O, sie stürzten auf ihn ein, daß es in allen Zweigen knackte; wäre er nicht mit der Spitze und mit dem Goldsterne an der Decke befestigt gewesen, so wäre er umgestürzt. Die Kinder tanzten mit ihrem prächtigen Spielzeug herum, Niemand sah nach dem Baume, ausgenommen das alte Kindermädchen, welches kam und zwischen die Zweige blickte, aber nur, um zu sehen, ob nicht noch eine Feige oder ein Apfel vergessen worden wäre.
Eine Geschichte, eine Geschichte!“ riefen die Kinder und zogen einen kleinen dicken Mann zu dem Baume hin; und er setzte sich gerade unter denselben, „denn da sind wir im Grünen,“ sagte er „und der Baum kann besonderen Nutzen davon haben, zuzuhören! Aber ich erzähle nur Eine Geschichte. Wollt Ihr die von Ivede-Avede oder die von Klumpe-Dumpe hören, der die Treppen herunterfiel und doch zu Ehren kam und die Prinzessin erhielt?“ „Ivede-Avede!“ schrieen Einige, „Klumpe-Dumpe!“ schrieen Andere; das war ein Rufen und Schreien! Nur der Tannenbaum schwieg ganz stille und dachte: „Komme ich gar nicht mit, werde ich nichts dabei zu thun haben?“ Er war ja mit gewesen, hatte ja geleistet, was er sollte.
Und der Mann erzählte von „Klumpe-Dumpe,“ welcher die Treppen herunterfiel und doch zu Ehren kam und die Prinzessin erhielt. Und die Kinder klatschten in die Hände und riefen: „Erzähle! erzähle!“ Sie wollten auch die Geschichte von Ivede-Avede hören, aber sie bekamen nur die von Klumpe-Dumpe. Der Tannenbaum stand ganz stumm und gedankenvoll; nie hatten die Vögel im Walde dergleichen erzählt. „Klumpe-Dumpe fiel die Treppen herunter und bekam doch die Prinzessin! Ja, ja, so geht es in der Welt zu!“ dachte der Tannenbaum und glaubte, daß es wahr sei, weil es ein so netter Mann war, der es erzählte. „Ja, ja! wer kann es wissen! Vielleicht falle ich auch die Treppe herunter und bekomme eine Prinzessin.“ Und er freute sich darauf, den nächsten Tag wieder mit Lichtern und Spielzeug, Gold und Früchten angeputzt zu werden. „Morgen werde ich nicht zittern!“ dachte er. „Ich will mich recht aller meiner Herrlichkeit freuen. Morgen werde ich wieder die Geschichte von Klumpe-Dumpe und vielleicht auch die von Ivede-Avede hören.“ Und der Baum stand die ganze Nacht still und gedankenvoll.
Am Morgen kamen der Diener und das Mädchen herein. „Nun beginnt der Schmuck aufs Neue!“ dachte der Baum. Aber sie schleppten ihn zum Zimmer hinaus, die Treppe hinan, auf den Boden, und hier, in einem dunkeln Winkel, wo kein Tageslicht hinschien, stellten sie ihn hin. „Was soll das bedeuten?“ dachte der Baum. „Was soll ich hier wohl machen? Was mag ich hier wohl hören sollen?“ Und er lehnte sich an die Mauer und dachte und dachte. — – Und er hatte Zeit genug, denn es vergingen Tage und Nächte: Niemand kam herauf, und als endlich Jemand kam, so geschah es, um einige große Kasten in den Winkel zu stellen. Nun stand der Baum ganz versteckt; man mußte glauben, daß er völlig vergessen war.
Jetzt ist es Winter draußen!“ dachte der Baum. Die Erde ist hart und mit Schnee bedeckt, die Menschen können mich nicht pflanzen; deshalb soll ich wohl bis zum Frühjahr hier in Schutz stehen! Wie wohlbedacht das ist! Wie die Menschen doch so gut sind! — Wäre es hier nur nicht so dunkel und so erschrecklich einsam! — Nicht einmal ein kleiner Hase! — Das war doch so niedlich da draußen im Walde, wenn der Schnee lag und der Hase sprang vorbei; ja, selbst als er über mich hinwegsprang; aber damals konnte ich es nicht leiden. Hier oben ist es doch schrecklich einsam!“
Pip, pip!“ sagte da eine kleine Maus und huschte hervor; und dann kam noch eine kleine. Sie beschnüffelten den Tannenbaum und dann schlüpften sie zwischen seine Zweige. „Es ist eine gräuliche Kälte!“ sagten die kleinen Mäuse. „Sonst ist es hier gut sein! Nicht wahr, Du alter Tannenbaum?“ „Ich bin gar nicht alt!“ sagte der Tannenbaum; „es gibt viele, die weit älter sind, als ich!“ „Wo kommst Du her?“ fragten die Mäuse, „und was weißt Du?“ Sie waren so gewaltig neugierig. „Erzähle uns doch von dem schönsten Ort auf Erden! Bist Du dort gewesen? Bist Du in der Speisekammer gewesen, wo Käse auf den Brettern liegen und Schinken unter der Decke hängen, wo man auf Talglicht tanzt, mager hineingeht und fett heraus kommt?“ „Das kenne ich nicht!“ sagte der Baum. „Aber den Wald kenne ich, wo die Sonne scheint und wo die Vögel singen!“ Und dann erzählte er Alles aus seiner Jugend, und die kleinen Mäuse hatten früher dergleichen nie gehört und sie horchten auf und sagten: „Nein, wie viel Du gesehen hast! Wie glücklich Du gewesen bist!“
Ich?“ sagte der Tannenbaum und dachte über das, was er selbst erzählte, nach. „Ja, es waren im Grunde ganz fröhliche Zeiten!“ — Aber dann erzählte er vom Weihnachtsabend, wo er mit Kuchen und Lichtern geschmückt war. „O!“ sagten die kleinen Mäuse, „wie glücklich Du gewesen bist, Du alter Tannenbaum!“ „Ich bin gar nicht alt!“ sagte der Baum. „Erst diesen Winter bin ich vom Walde gekommen!“ Ich bin nur so im Wachsthum zurückgeblieben.“ „Wie schön Du erzählst!“ sagten die kleinen Mäuse.
Und in der nächsten Nacht kamen sie mit vier andern kleinen Mäusen, die den Baum erzählen hören sollten, und je mehr er erzählte, desto deutlicher erinnerte er sich selbst an Alles und dachte: „Es waren doch ganz fröhliche Zeiten! Aber sie können wieder kommen; Klumpe-Dumpe fiel die Treppen herunter und erhielt doch die Prinzessin; vielleicht kann ich auch eine Prinzessin bekommen !“ Und dann dachte der Tannenbaum an eine kleine, niedliche Birke, die draußen im Walde wuchs; das war für den Tannenbaum eine wirkliche, schöne Prinzessin.
Wer ist Klumpe-Dumpe?“ fragten die kleinen Mäuse. Und dann erzählte der Tannenbaum das ganze Märchen; er konnte sich jedes einzelnen Wortes erinnern; und die kleinen Mäuse waren nahe daran, aus reiner Freude bis in die Spitze des Baumes zu springen. In der folgenden Nacht kamen weit mehr Mäuse, und am Sonntage sogar zwei Ratten; aber die meinten, die Geschichte sei nicht hübsch, und das betrübte die kleinen Mäuse, denn nun hielten sie auch weniger davon. „Wissen Sie nur die eine Geschichte?“ fragten die Ratten. „Nur die eine!“ sagte der Baum; „die hörte ich an meinem glücklichsten Abend; damals dachte ich nicht daran, wie glücklich ich war.“ „Das ist eine höchst jämmerliche Geschichte! Wissen Sie keine von Speck und Talglicht? Keine Speisekammer-Geschichte?“ „Nein!“ sagte der Baum. „Dann danken wir dafür!“ erwiederten die Ratten und gingen zu den Ihrigen zurück.
Die kleinen Mäuse blieben zuletzt auch weg, und da seufzte der Baum: „Es war doch ganz hübsch, als sie um mich herum saßen, die beweglichen kleinen Mäuse, und zuhörten, wie ich erzählte! Nun ist auch das vorbei! — Aber ich werde daran denken , mich zu freuen, wenn ich wieder hervorgenommen werde!“ Aber wann geschah das?— Ja! es war eines Morgens, da kamen Leute und wirthschafteten auf dem Boden; die Kasten wurden weggesetzt, der Baum wurde hervorgezogen; sie warfen ihn freilich ziemlich hart gegen den Fußboden, aber ein Diener schleppte ihn sogleich nach der Treppe hin, wo der Tag leuchtete.
Nun beginnt das Leben wieder!“ dachte der Baum; er fühlte die frische Luft, die ersten Sonnenstrahlen und — nun war er draußen im Hofe. Alles ging so geschwind; der Baum vergaß völlig, sich selbst zu betrachten; da war so Vieles rings umher zu sehen. Der Hof stieß an einen Garten, und Alles blühte darin; die Rosen hingen so frisch und duftend über das kleine Gitter heraus, die Lindenbäume blühten, und die Schwalben flogen umher und sagten: „Quirre-virre-vit, mein Mann ist kommen!“ Aber es war nicht der Tannenbaum, den sie meinten. „Nun werde ich leben!“ jubelte dieser und breitete seine Zweige weit aus: aber ach, die waren alle vertrocknet und gelb; und er lag da im Winkel zwischen Unkraut und Nesseln. Der Stern von Goldpapier saß noch oben in der Spitze und glänzte im hellen Sonnenschein.
Im Hofe selbst spielten ein paar der muntern Kinder, die zur Weihnachtszeit den Baum umtanzt hatten und so froh über ihn gewesen waren. Eins der kleinsten lief hin und riß den Goldstern ab. „Sieh, was da noch an dem häßlichen, alten Tannenbaum sitzt!“ sagte es und trat auf die Zweige, sodaß sie unter seinen Stiefeln knackten. Und der Baum sah auf all die Blumenpracht und Frische im Garten; er betrachtete sich selbst und wünschte, daß er in seinem dunkeln Winkel auf dem Boden geblieben wäre; er gedachte seiner frischen Jugend im Walde, des lustigen Weihnachtsabends und der kleinen Mäuse, die so munter die Geschichte von Klump-Dumpe angehört hatten.
Vorbei! vorbei!“ sagte der alte Baum. „Hätte ich mich doch gefreut, als ich es noch konnte! Vorbei! vorbei!“ Und der Knecht kam und hieb den Baum in kleine Stücke; ein ganzes Bündel lag da; hell flackerte es auf unter dem großen Braukessel; und er seufzte so tief, und jeder Seufzer war einem kleinen Schusse gleich; deshalb liefen die Kinder, die da spielten, herbei und setzten sich vor das Feuer, blickten in dasselbe hinein und riefen: „Piff! Piff!“ Aber bei jedem Knalle, der ein tiefer Seufzer war, dachte der Baum an einen Sommertag im Walde, oder eine Winternacht da draußen, wenn die Sterne funkelten; er dachte an den Weihnachtsabend und an Klumpe-Dumpe, das einzige Märchen, welches er gehört hatte und zu erzählen wußte, und dann war der Baum verbrannt.
Die Knaben spielten im Garten, und der kleinste hatte den Goldstern auf der Brust, den der Baum an seinem glücklichsten Abend getragen; nun war der vorbei, und mit dem Baum war es vorbei und mit der Geschichte auch ; vorbei, vorbei — und so geht es mit allen Geschichten!

Ende


Der Text entstammt dem Buch:
ANDERSEN, Hans Christian:
H. C. Andersen’s Sämmtliche Märchen

8. Auflage Leipzig: B. G. Teubner, 1863

Mittwoch, 5. Dezember 2012

Tür für Türchen jeden Tag!!!

Hach, wie schön!

Jeden Tag ein Türchen!

Heute muss ich Euch unbedingt mal all meine Weihnachtskalender vorstellen!
Es macht so einen Spaß, jeden Tag ein kleines Geschenk zu erhalten.
Das könnte doch das ganze Jahr so gehen....
Oder wenigstens zu den wichtigsten Anlässen:
Osterkalender, Geburtstagskalender, Sommeferienkalender....

Also hier mal meine diesjährigen Kalender:


Die kleinen Nikolausstiefel hat die Weihnachtsfrau 
(also die Mutti der kleinen und auch der großen Schwester)
befüllt mit tollen Buchstaben- und Zahlenstempel, Badekugeln und lecker Nachwerk.
Ich kann es jeden Tag kaum erwarten :)

Aber das ist nicht das einzige "Türchen", das ich öffnen darf...
Dies ist mein super-duper Streichholz-Kalender von der großen Schwester.
Noch ist er recht lang, aber Tag für Tag 
wird er - und damit auch die Zeit bis Heiligabend- kürzer!


Die Schächtelchen sind ganz liebevoll gestaltet :)


Das besondere ist allerdings der Inhalt:
jeden Tag gibts wunderschöne, zauberhafte Knöpfe!
Ein wahrer Traum für jede Nähfee :O)
 

Hmmmmm... und weil der Genuss nicht zu kurz kommen darf,
verstecken sich hinter diesen Türchen,
von meiner allerliebsten Tante,
wahnsinnig leckere Pralinen.
 

Es geh noch weiter:
Zwei Adventskalender-Tees versüßen mir die kalten Tage bis Weihnachten!
 

Und diese werden natürlich stilecht in einerm Weihnachtskalenderbecher geschlürft:
hier rubbel ich jeden Tag ein Feld frei!
 

Also ich finde ja, bis Weihnachten kanns ruhig noch lange, lange dauern....

Und damit meine zwei Mitwohner nicht allzu neidisch beim Öffnen zu schauen müssen,
haben auch die beiden ihre Türchen/Säckchen für jeden Tag.


Diesen hübschen Tannenbaum mit den Säckchen 
habe ich vor einigen Jahren für meinen Lieblingsmann genäht.
Er wird natürlich jedes Jahr wieder genutzt.

Und nun fragt Ihr Euch sicher, was mit Fraeulein Unwirsch ist???
Sie kommt natürlich nicht zu kurz!
Auch sie nascht jeden Tag aus ihrem Türchen.
Beim Geräusch der knisternden Tütchen wedelt das Schwänzchen noch wilder als sonst.
 


Montag, 3. Dezember 2012

Der Fraeulein-Unwirsch-Adventskalender für Euch!

Und hier ist er nun:

Exklusiv für Euch!

 

Der Fraeulein-Unwirsch-Zeichnen-nach-Zahlen-Weihnachtskalender

 

 



Einfach ausdrucken und Tag fürTag die Buchstaben der entsprechenden Zahl des Tages verbinden ;)